05.05.2016

Auf den Hund gekommen

Hund; Rechte: WDR

Unberechtigte Anmeldung durch Dritte

„Pfiffi“, „Mauzi“ oder „Prinzessin Shiva“ - das Haustier ist uns Deutschen das größte Glück der Erde. Und so genießt manch ein Tierliebhaber den Fernseh-Abend in trauter Zweisamkeit mit seinem kleinen Mops. Immerhin soll Wauzi doch genauso von allen Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sender profitieren wie sein Herrchen.

Doch manch einem missfällt das Szenario der absoluten Glückseligkeit aus irgendwelchen Gründen: Er kann seinen Nachbarn mit dem Wollkneuel nicht leiden, er mag keine Tiere, oder ihm ist eine Laus über die Leber gelaufen und er muss einem anderen den Tag vermiesen: Prompt wird das Lieblingstier von Nachbar Krause – total lustig – auf rundfunkbeitrag.de als Beitragszahler angemeldet. Als Scherz gemeint, aber leider nicht weiter gedacht, wird der haarige Freund beim Beitragsservice registriert und in die interne Datenbank aufgenommen. Denn das dafür nötige Online-Formular kann nicht sofort erkennen, dass es sich bei „Prinzessin Shiva“ um eine Perser-Katze handelt. Und so kriegt die süße Mieze gleich nach der Anmeldung Post vom Beitragsservice: Ein Schreiben mit der Bitte, den Rundfunkbeitrag zu zahlen. Und dann ist das Geschrei groß.

"Der Spaß geht zu Lasten aller Beitragszahler"

Doch der kleine Witz geht nach hinten los: Nicht für den Mitbürger mit der Schnapsidee. Und auch nicht für den Beitragsservice. Nein. Er geht zu Lasten aller Beitragszahler! Denn durch die Spaß-Anmeldung fallen Kosten an, die am Ende die Gemeinschaft tragen muss: Prinzessin Shiva, und wie sie nicht alle heißen, werden nämlich ins System aufgenommen und postalisch angeschrieben. Und das nicht nur ein Mal. Wenn sich das Herrchen nicht gleich meldet und die Anmeldung revidiert, kann es am Ende sogar dazu kommen, dass die kleine Katze anstelle eines glitzernden Halsbandes ein Mahnverfahren am Hals hat. Das wieder richtigzustellen, geht am Ende auf die Kosten des Beitragszahlers.

Daher ein kleiner Tipp: lieber eine Runde spazieren gehen, wenn es in den Scherzkeks-Fingern juckt. Denn kein Haustier muss Rundfunkbeiträge zahlen. (Nicht mal Shaun das Schaf. Und der darf trotzdem alle Programme und Sendungen in vollem Umfang genießen.)

Ähnliche Artikel

Mitarbeiter Im Betrieb; Rechte: WDR

Zählst du schon oder zahlst du noch?

Die Berechnungsgrundlage der Beschäftigtenzahl von Unternehmen ändert sich zum 01.01.2017. Mit dem Inkrafttreten des 19. Rundfunkänderungsstaatsvertrages im Januar 2017 können Unternehmen und Institutionen bei der Berechnung der Beschäftigtenzahlen zwischen zwei Alternativen wählen und damit den einen oder anderen Cent sparen. mehr